Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. In Augsburg!

Im Jahr 2014 ist die Idee entstanden, dass „einsmehr“ als Betreiber eines Hotels selber Arbeitsplätze für Menschen mit Down-Syndrom schaffen könnte. Seither arbeitet eine Arbeitsgruppe daran, diese Vision zu verwirklichen. Im Sommer 2017 wurde mit Hilfe der Aktion Mensch ein Businessplan erarbeitet und es gibt ein konkretes Projekt, in das ein Hotel integriert werden könnte. Deshalb können wir jetzt einen nächsten Schritt machen und eine gGmbH gründen. Dem werden aber noch viele weitere folgen müssen, bis wir unseren Traum verwirklichen können.

Der Status

Die Aktion Mensch finanzierte eine Gründungsberatung für das Projekt. Diese Finanzierung ermöglichte eine betriebswirtschaftliche Analyse u.a. des Hotelstandorts Region Augsburg sowie eine Prüfung der Realisierung im Kontext eines möglichen Projekts. Außerdem wurde geklärt, wieviel Arbeitsplätze für Menschen mit einer (geistigen) Behinderung geschaffen werden können. Schließlich wurde geprüft, ob das Modell eines Inklusionsbetriebes für den Betrieb eines Hotels anwendbar wäre.

Die Ergebnisse der wirtschaftlichen Vor-Prüfung waren sehr positiv. Dem Hotel-Standort Augsburg wird ein großes Potential zugerechnet, da die Übernachtungszahlen weiterhin steigen und in der Region jetzt schon zu wenige Hotelbetten vorhanden sind. Vor allem durch die entstehende Uni-Klinik wird auch im Augsburger Westen mit einem großen Potential gerechnet. Die betriebswirtschaftliche Rechnung sieht bereits ab dem dritten Jahr schwarze Zahlen vor.

So könnte es aussehen, das Hotel einsmehr

Der vorliegende Businessplan sieht eine Hotelgröße von insgesamt 76 Zimmern vor. Neben 52 normalen Zimmern werden acht Zimmer als barrierefrei angelegt. Weitere 16 Zimmer werden als boardinghouse – Zimmer angelegt. Diese können bis zu sechs Monaten gemietet werden.

Im aktuellen Stellenplan wird von elf bis zwölf Mitarbeiter/-innen mit einer Behinderung ausgegangen. Legt man die geplante Arbeitszeit zugrunde, decken sie über 45% der Arbeit ab. Wichtig ist, dass die konkreten Arbeitsplätze und Anforderungsprofile erst gemeinsam mit den Beschäftigten entwickelt werden können. Dieser Planung erfolgt nach dem Grundsatz, dass die Arbeitsplätze an die Menschen anzupassen sind und nicht umgekehrt. Bemerkenswert: Das Hotel einsmehr wäre einer der ersten Inklusionsbetriebe in Bayern, der vor allem mit Menschen mit einer geistigen Behinderung arbeitet.

Die geplante Struktur

Der Verein einsmehr e.V. hat auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 05.10.2017 dem Vorstand die Möglichkeit gegeben, eine gGmbH zu gründen, die als Trägerin des Hotels auftreten wird. Für die gGmbH wird eine Geschäftsführung gesucht, die die Gründung des Hotels operativ begleitet und die Verbindung vom Hotel zum Verein aufrechterhält. Die gGmbH wird von einer Geschäftsführung geleitet und von einem Aufsichtsrat mit Vertreter/-innen des Vereins gesteuert.

Die Finanzen

Für Inklusionsbetriebe gibt es verschiedene Zuschussmöglichkeiten:

  • Aktion Mensch (Anschub- und Investitionsförderung)
  • Bezirk Schwaben: Investitionszuschuss und ständiger Zuschuss
  • Stadt Augsburg: Freiwilliger Zuschuss
  • Inklusionsamt: Investitionszuschuss und Zuschuss zu Lohnkosten von Menschen mit Behinderung
  • Die Sternstunden
  • Andere Einrichtungen wie Stiftungen

Aufgrund des höheren Betreuungsbedarfs hat ein Inklusionsbetrieb aber auch höhere Kosten. Deshalb gilt auch hier: In den Betrieben muss professionell gearbeitet und Geld verdient werden, damit sich die Arbeit auf Dauer tragen kann.

Wir brauchen Unterstützung

Ein so großes Projekt können wir nur realisieren, wenn viele mitmachen. Wir konnten relativ schnell das Grundkapital für die gemeinnützige GmbH bilden, müssen aber insgesamt ca. 1,5 Millionen aufbringen. Einen Teil (ca. 600.000 Euro) können von der Aktion Mensch und dem Inklusionsamt kommen, den Rest müssen wir über Spenden und freiwilligen Zuschüssen einwerben. Aktuell (Frühjahr 2018) sind wir kurz vor der Schwelle von 100.000 Euro und können uns schon jetzt bei vielen Spenderinnen und Spendern bedanken. Einen großen Beitrag leisteten die Stadtsparkasse Augsburg, der Bunte Kreis und die Stadt Augsburg, die uns größere Beträge zur Verfügung stellten.

Da ein Betrieb eines Hotels aber mit hohen Vorkosten verbunden ist, brauchen wir bis zur Eröffnung (aktuell geplant im Frühjahr 2020) große Unterstützung durch Spenden oder (zinslose) Darlehen.

Es gilt auch hier: Inklusion kann nur gelingen, wenn die ganze Gesellschaft dies als Aufgabe begreift.

Spendenkonto:

Spenden-Konto: „einsmehr“ e.V.

IBAN: DE74 7205 0000 0250 5023 25

BIC: AUGSDE77XXX, Stadtsparkasse Augsburg

Damit wir eine Spendenbescheinigung für Sie erstellen können, vermerken Sie bitte Ihre Adresse auf der Überweisung.

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